German Alliance for Civilian Assistance e.V.

14222352_737938623029952_2284598715878429221_n Der Grundstein unseres Vereins wurde eigentlich schon am 5. September 2015 gelegt, als die ersten Flüchtlinge am Münchener Hauptbahnhof ankamen: Sieben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer fanden sich kurz danach zusammen, getrieben von dem Willen, die Not zu lindern. Nach den ersten gemeinsamen Hilfsfahrten in den Balkan wurde am 27. Oktober 2015 die German Alliance for Civilian Assistance gegründet. Nur eine Woche später erhielten wir die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.

img_20160308_175528237_hdr Wir helfen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und auf der Flucht in Not geraten sind. Dazu sammeln wir Sach- und Geldspenden, um damit Notrationen an Lebensmitteln und Medikamenten, Winterkleidung sowie Zelte, Planen, Schlafsäcke und vieles mehr an Bedürftige zu verteilen.

Auf unseren Hilfsfahrten haben wir über 135.000 Kilometer zurückgelegt und 100 Tonnen Lebensmittel, 35 Tonnen Winterkleidung und über 1 Tonne Medikamente mit mehr als 320 freiwilligen Helfern verteilt. Im Fokus haben wir vor allem die besonders Schutzbedürftigen: Mütter, Schwangere, Babys und Kleinkinder. Um sie zu schützen, mieten wir – soweit möglich – vor Ort auf der Fluchtroute Transit-Schutzräume.

Vier Monate lang haben wir auf der gesamten Balkanroute zwischen Freilassing und Preševo Flüchtenden persönlich geholfen und mit Tausenden über die Geschichte ihrer Flucht, ihrer Hoffnungen und Verluste gesprochen. Als der Winter einbrach, haben wir eine mobile Küche gebaut; damit haben wir in Griechenland innerhalb von anderthalb Monaten 96.000 Portionen warme Suppe verteilt und so die Kälte für die Menschen etwas erträglicher gemacht. Was ursprünglich als Symptombekämpfung auf der Balkanroute begann, wurde in den letzten Monaten zur Ursachenbekämpfung in der Türkei: Seit Mitte Februar betreuen wir dort syrische Flüchtlinge.

IMG_6149 Den Geflüchteten zu einem neuen Start ins Leben verhelfen, Lebensgrundlagen und Perspektiven für sie schaffen, so dass sie am Wiederaufbau ihrer Heimat mitwirken können: Das sind unsere Ziele. Wir nennen unser Konzept „Rebuild The Future Now!“, kurz RFN. Es beinhaltet kleine Dörfer für bis zu 1.000 Bewohner und mit kompletter Infrastruktur – vom Kindergarten bis zur Berufsschule, von der Kläranlage bis zur Arbeitsstätte, von der Integrationsschule über den Tante-Emma-Laden bis hin zum Sportplatz. In der Dorfgemeinschaft sollen die Grundzüge der Demokratie mit Leben gefüllt werden. Größten Wert legen wir auch auf Partnerschaft mit dem jeweiligen Nachbardorf. Kurz: Die Geflüchteten kommen an und werden zu Bürgern, die für sich selber Sorge tragen.