RFN 10-PUNKTE-PLAN

  1. Sichere, hygienisch unbedenkliche und menschenwürdige Unterkünfte

  2. Bilinguale Bildung für Kinder (türkische u. syrische Lehrer/Sprache)

  3. Integrationskurse für Erwachsene

  4. Berufsausbildung mit Zertifikat für Erwachsene

  5. Gesundheitsvorsorge und Familienplanung (MamaHelp! MediCare-Center)

  6. Vollversicherte, nach Tarif entlohnte legale Arbeitsmöglichkeiten

  7. Herstellung von Produkten, die zum Wiederaufbau Syriens dienen

  8. Die Grundzüge der demokratischen Strukturen im Dorfleben erfahr- und erlebbar machen und gleichzeitig die eigene und Gastgeberkultur fördern

  9. Selbstbestimmungsrecht der Frauen fördern

  10. Freie Entscheidung ermöglichen, ob man dauerhaft im Gastgeberland bleiben möchte oder nach Syrien zurückziehen möchte

Das RFN-Konzept ist auf die Ziele der UNO-Petition des World-Refugee-Day 2016 gerichtet

Im Einklang mit der UNO-Petition des UNHCR will RNF erreichen, …

  • … dass jede Flüchtlingsfamilie an einem sicheren Platz leben kann. Die German Alliance for Civilian Assistance will jeder Flüchtlingsfamilie bei der offiziellen Registrierung in Rechtsfragen beistehen, im Dialog mit den örtlichen Behörden den Schutz der Familien sicherstellen und anerkannten Wohnraumes in Form von Leichtbauhäusern zur Verfügung stellen – kurz: ein Zuhause bieten. Ein sicherer Platz zum Leben heißt also für uns: Schutz vor Witterung und Gewalt, angemessene hygienische Umstände und Brandschutzbedingungen am Wohnort, medizinische Versorgung und die behördliche Erlaubnis, sich an einem Ort aufzuhalten – ohne die ständige Furcht, zum Weiterziehen aufgefordert zu werden.
  • … dass jedes Flüchtlingskind eine Ausbildung erhält. Im RFN-Dorf ist eine Schule vorgesehen, in der syrische Lehrer Kinder beiderlei Geschlechts unterrichten und auch Sprachkurse zur besseren Verständigung in der Türkei angeboten werden sollen. So soll verhindert werden, dass Flüchtlinge aus finanzieller Not unterbezahlte Jobs zu inhumanen Bedingungen in der westtürkischen Landwirtschaft annehmen müssen.
  • … dass jede/r Geflüchtete die Möglichkeit hat, zu arbeiten oder einen Beruf zu erlernen, um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Die German Alliance for Civilian Assistance plant, mit örtlichen Firmen zusammenzuarbeiten, so dass einige Flüchtlinge dort arbeiten und sich in Seminaren weiterbilden können. Auch im RFN-Village selber wollen wir Workshops abhalten: Die Geflüchteten sollen dort die Möglichkeit haben, sich Kenntnisse über nachhaltige Produktion (z.B. Seife, Brot, Öl, Solarthermie-Paneele) sowie die Grundlagen des Ökotourismus anzueignen; so wollen wir die finanzielle Eigenständigkeit des Dorfes und der Familien fördern. Die erlernten Fähigkeiten sollen auch das Leben nach dem Krieg bereichern und den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben erleichtern.

Kostenloser Download des Konzeptes für Rebuild the Future Now (RFN) (1MB, PDF)

Weitere Informationen über die UNO-Petition des World-Refugee-Day 2016